Der Weg in das Burnout durch Mobilfunkstrahlung
(Anke Kern)

1.
Schlafstörungen - 2. Veränderung von Melatonin und Serotonin (Depressionen, Immunstörungen, verminderte Krebsabwehr...) – 3. Hemmung der ATP-Produktion und die Wirkung von EMF auf die zelluläre Atmungskette – 4. Geldrollenphänomen –
5. Dauerstress-Zustand = Burnout...

Die heutige Umweltbelastung durch die explosionsartige Verbreitung des Mobilfunks mit seinen gepulsten Mikrowellen (Handys, Funkmasten, schnurlose Telefone nach DECT-Standard, Bluetooth, WLAN, digitale Rundfunk- und Fernsehsender u.v.m.) allein betrachtend, kann die enorme Zunahme von vielen gesundheitlichen Störungen, wie auch das „Burnout-Syndrom“, erklären. Nur ist in allen Beiträgen in Rundfunk, Fernsehen und in den Medien, die sich mit dem Thema „Burnout“ beschäftigen, nirgendwo die Rede von dem Dauerstressor „Mobilfunk“. Ein Tabuthema?

Die schädlichen Auswirkungen des heutigen Mobilfunks weiter zu verschweigen, sie zu ignorieren, zu dementieren, wird uns teuer zu stehen kommen. Wir gehen auf eine enorme gesundheits- und umweltpolitische Katastrophe zu und (fast) alle rennen fröhlich mit... Hier einige wenige Beispiele aus der überaus umfangreichen Literatur, die jedem Bürger zur Verfügung steht. Es geht nicht um „Geheimwissen“, um keine „Glaubensangelegenheit“, um keine „Meinung“, sondern um medizinische und wissenschaftliche Tatsachen, mit denen sich bis heute kaum jemand ernsthaft auseinander setzen möchte.

„Toxische Belastungen gehören zu den häufigsten Ursachen von Krankheit und eingeschränkter Heilungsreaktion. Neben den Giften bereiten zunehmend toxische Formen von physikalischer Energie Sorgen, wobei die elektromagnetische Umweltbelastung die signifikanteste Form darstellt, die der Mensch in diesem Jahrhundert hervorgebracht hat. Sie ist besonders gefährlich. Toxine, egal ob stofflich oder energetisch, können die DNA schädigen, die Abwehrkräfte schwächen und die Entwicklung von Krebs und anderen Krankheiten fördern. Bemerkenswert ist die Trägheit, mit der Mediziner und Wissenschaftler ein Interesse für diese Thematik entwickeln, hier droht eine der größten Gefahren für die Gesundheit und für das gesamte Wohlergehen der heutigen Welt.“

Prof. Dr. Weil, Harvard Universität 1995

            

„Als Ärztin ist es mir unbegreiflich, wie man auf Seiten der Politik das fundamentalste Kapital eines Staates, nämlich die körperliche, seelische und geistige Gesundheit der Menschen, in diesem Ausmaß aufs Spiel setzen kann. Mit dem politischen Kurs bezüglich des Mobilfunks wird kriminelle Profitgier legalisiert zu Lasten des Allgemeinwohls von Millionen Menschen unter Aufgabe jeder Rechtsstaatlichkeit.“

 Dr. med. Alexandra Obermeier, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie in München, in einem offenen Brief an den damaligen Bundesumweltminister Trittin,2002


1. Schlafstörungen durch Mobilfunkstrahlung

„Schlaflosigkeit, ein Haupt- und Leitsymptom bei allen Exponierten...“, so der Münchner Mediziner Dr. med. Hans-Christoph Scheiner in seinem Buch „Mobilfunk – die verkaufte Gesundheit“.1

Bereits im Jahr 1932 berichtete Prof. Dr. E. Schliephake in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift über die sogenannte `Funkfrequenzkrankheit ́: „Personen, die sich längere Zeit in der Nähe elektrisch schlecht abgeschirmter Sender aufhalten, zeigen Symptome einer typischen vegetativen Störung (Kopfschmerz, Übelkeit, Schlafstörung, Depressionen und anderes).“ 2

Die Sichtung der russischsprachigen Fachliteratur der ehemaligen UdSSR seit 1948 zu Langzeituntersuchungen (mehr als 10 Jahre) von Menschen unter Einfluss von EMF ergab die typischen Erscheinungen des Mikrowellen- Syndroms. Auch Tagesmüdigkeit und Schlaflosigkeit zählte zu den häufigen Symptomen.3

In seinem 1999 erschienenen Buch „Handy-Fieber“ berichtet Wolfgang Hingst, Historiker, Schriftsteller und Journalist, der zwischen 1967 und 1998 an leitender Stelle als Redakteur im ORF (Österreichischer Rundfunk) arbeitete, ebenfalls über Schlafstörungen durch Mobilfunkstrahlung. Auch über eine Untersuchung an der Uni Mainz des Jahres 1996, die belegte, dass sich die Mobilfunkstrahlung negativ auf die REM-Phasen auswirkt. U.a. schreibt er über einen speziellen Fall von Schlafstörungen nach der Installation einer Mobilfunk-Basisstation. 30 Meter von seinem Schlafzimmerfenster entfernt bekam der Universitätsprofessor und Dekan der juristischen Fakultät der Universität Innsbruck einen Mobilfunksender installiert. Der Universitätsprofessor und seine Familienangehörigen reagierten mit massiven Schlafstörungen. Einbildung?4

Im Jahr 2000 wurde der Arzt und Epidemiologe Prof. Dr. med. Rainer Frentzel-Beyme mit einer Studie in Flachsmeer beauftragt. Die Ostfriesen in Flachsmeer gingen im Jahr 2000 auf die „Barrikaden“, nachdem die Anwohner eines dort errichteten Mobilfunksendeturms merkwürdige Dinge beobachten konnten. Schlafstörungen fielen besonders auf. Eine Machbarkeitsstudie wurde entworfen. Nur die Fa. Mannesmann (heute Vodafone GmbH) machte nicht mit: Sie weigerte sich, den Funkmasten für 12 Nächte abzustellen...5

Der französische Wissenschaftler Dr. Roger Santini untersuchte in Frankreich die gesundheitlichen Auswirkungen der Dauer-Mobilfunkstrahlung auf Anwohner um Mobilfunksendemasten. Die Hauptsymptome waren Müdigkeit und Schlafstörungen. Seine Arbeit wurde 2003 veröffentlicht.6 Aus seinen Untersuchungen resultierte ein Buch, das er gemeinsam mit 3 weiteren Wissenschaftskollegen veröffentlichte: „Ihr GSM, Ihre Gesundheit, Man lügt Sie an!“7... (Anm.: Deutlicher geht ́s fast nicht)

In der Ärzte-Zeitung vom 10. September 2003 wurde eine in Köln durchgeführte Befragung von 11.400 Kindern veröffentlicht. 6.500 Kinder der ersten Klassenstufen, das sind i.d.R. 6 und 7jährige sowie 4.900 Kinder der vierten Klassenstufe, das sind i.d.R. 9-10jährige. Ein Viertel der Kinder berichtete über Schlafstörungen...8

Erstaunlicherweise wurde im Deutschen Ärzteblatt 2008 (105(9):(15)) das Ergebnis einer von Handyherstellern in Auftrag gegebenen Studie veröffentlicht. Der Auftraggeber Mobile Manufacturers Forum (Organisation namhafter Handyhersteller) ließ am Karolinska-Institut und der Uppsala-Universität in Schweden gemeinsam mit der Wayne State University in Michigan, USA, forschen. Ergebnis: Die Verwendung von Mobiltelefonen vor dem Schlafengehen kann die Qualität des Schlafes beeinträchtigen und Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen sowie Depressionen auslösen! Die der Strahlung ausgesetzten Studienteilnehmer brauchten länger, um in die erste Tiefschlafphase zu gelangen und blieben kürzer in der tiefsten Phase. Die Forscher vermuteten, dass die Strahlung das Stresssystem des Gehirns aktiviert.9

Eine der aktuelleren Untersuchungen wurde in der Fachzeitschrift „Umwelt-Medizin-Gesellschaft“ 2/2010 veröffentlicht: Selbitz-Studie „Spezifische Symptome und Mobilfunkstrahlung in Selbitz (Bayern) – Evidenz für eine Dosiswirkungsbeziehung“ von Eger/Jahn. Die Hauptsymptome der Anwohner der Mobilfunk-Basisstation: Schlafstörungen, Depressionen, Infekte, Hautveränderungen, Herz-Kreislaufbeschwerden und einiges mehr.10

2. Veränderung von Melatonin und Serotonin durch Mobilfunkstrahlung

Über die negative Veränderung von Melatonin durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder wird in der Literatur schon seit 1980 berichtet. Internationale Studien haben belegt, dass unter dem Einfluss von EMF/HF durch Mobilfunkstrahlung (EMF = elektromagnetische Felder; HF = Hochfrequenz/Mikrowellenstrahlung) sich das Melatonin im Rahmen von Untersuchungen an Tieren und Menschen deutlich verringert.11 Der frühere ORF-Redakteur Wolfgang Hingst schenkt in seinem 1999 erschienenen Buch „Handy-Fieber“ dem Thema Melatonin ebenfalls Aufmerksamkeit. Er erwähnt die Untersuchungen des deutschen Zoologen Peter Semm, der zum ersten Mal 1980 mit einer Arbeitsgruppe der Uni Mainz die Auswirkungen von Magnetfeldern auf die Zellen der Zirbeldrüse nachgewiesen hat. Zahlreiche Untersuchungen folgten. „Aber alle diese bahnbrechenden Arbeiten blieben ohne Wirkung bei den für den Schutz des Menschen vor schädlicher Strahlung Verantwortlichen.“12 Herr Hingst berichtet ebenfalls von den nachdrücklichen Hinweisen Semms, dass die Melatoninsynthese durch hochfrequente elektromagnetische Felder (Mobilfunk: Handy & Co.) beeinflusst wird und dass das Thema Melatonin zu einem „zentralen Punkt“ der Forschung gemacht werden sollte. Erstaunlich ist, dass Semm diese Aussagen schon 1994 im Rahmen eines Gutachtens für das hessische Ministerium für Jugend, Familie und Gesundheit, Frankfurt, gemacht hat.13

Wenn man nun weiß, welch wichtige zentrale Rolle das Hormon Melatonin für den menschlichen Organismus innehat, dann sind viele der unter der Bezeichnung <strong>„Mikrowellensyndrom“ bekannten gesundheitlichen Störungen erklärbar (Schlafstörungen; übermäßige Tagesschläfrigkeit; Beeinträchtigung der REM-Phasen; psychische Störungen; Gedächtnisstörungen; Zunahme des chronischen Müdigkeitssyndrom; Störungen des kindlichen Wachstums, insbesondere im Säuglingsalter; Störungen des Immunsystems/Abwehrschwäche; Herz- Kreislaufstörungen; Bluthochdruck; Schlaganfall; vorzeitiges Altern; DNS-Schädigungen; Zunahme von Krebserkrankungen und vieles mehr...)!14


Bei gesunden Menschen geht eine Verminderung von Melatonin mit einer Erhöhung von Serotonin einher. Jedoch: Bei chronisch durch Mobilfunk exponierten Mensch ist eine zeitgleiche massive Verringerung von Serotonin (Stimmungshormon: Lebensfreude, Antriebskraft, Lust...) zu beobachten!15

Beispiele aus Deutschland:

Melatonin-Erhebung Percha 2001:

Ausgangssituation: Installation eines neuen Mobilfunksenders. Teilnehmer: 25 Personen, davon 8 Kinder und Jugendliche von 5-14 Jahren. Das Ergebnis: 3,5 Monate nach Einschalten des Senders zeigten 80% der Teilnehmer eine signifikante Melatonin-Reduktion von durchschnittlich 36,7%. Ein 12jähriges Mädchen wies die höchste Melatonin-Reduktion auf: 95,5%!16

Melatonin- und Serotonin-Erhebung Vogt 2004:

Ausgangsituation: Vorhandene Exposition durch verschiedene Sender: 2 Fernseh-, Rundfunk- und Mobilfunktürme der TELEKOM und dem Süd-West-Rundfunk; eine 3. Sendeanlage von T-Mobile (Tochter von TELEKOM), verborgen im katholischen Kirchturm; die vierte Sendeanlage von Vodafone installiert im Wohngebiet. Vor Inbetriebnahme des Vodafone-Senders wurde mit den Blutuntersuchungen begonnen.

Die Melatonin-Werte lagen schon bei der ersten Blutabnahme im pathologischen Bereich und verschlechterten sich nach ca. 4 Monaten, nach Inbetriebnahme des Senders, noch mehr.17

„Die Mobilfunkvorbelastung bereits vor der 1. Blutabnahme kommt auch in der erheblichen Serotonin- Verarmung der Vogter Mitbürger/innen zum Vorschein: Vor der 1. Untersuchung wurden die Normwerte von Serotonin (120-380 μg/L) nur von 5 der 13 Personen, also nicht einmal 50% erreicht! Die 2. Untersuchung wies eine im Durchschnitt 28%-ige Serotonin-Minderung der ja bereits gesenkten Werte auf.“18

Melatonin- und Serotonin-Erhebung Kempten (Allgäu) 2006 bis 2007 19

Als auf der im Kemptener Westen gelegenen Sparkassen-Filiale in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ein Mobilfunksender installiert wurde, waren die betroffenen Bürger ganz schnell alarmiert und bildeten eine Bürger-Initiative. Vor Inbetriebnahme des Senders, 5 Monate und 11 Monate nach Inbetriebnahme wurden Melatonin- und Serotonin-Untersuchungen anhand von Urin- und Blutproben durchgeführt. An der ersten und zweiten Untersuchung nahmen 27 Anwohner im Alter von 12 bis 64 Jahren teil, an der dritten Untersuchung 18 Anwohner.

Ergebnis: Signifikante negative Veränderungen des Melatonin- und Serotonin-Haushaltes bei der zweiten Untersuchung nach Einschaltung des Senders: Hohe Melatonin-Werte im Morgenurin (wo sie nicht sein sollten; die Menschen müssen müde und gerädert aufstehen...) und bei 84% der Teilnehmer fielen die Serotonin- Spiegel um durchschnittlich 46,3 %. Die dritte Untersuchung bestätigte die Ergebnisse der zweiten nach Sender-Inbetriebnahme.20

In 3 Fachzeitschriften wurde diese Untersuchung veröffentlicht (s.u.). Der Sender strahlt heute noch vom Dach der Sparkasse im Kemptener Westen…
 

3. Die Hemmung der ATP-Produktion und die Wirkung von EMF auf die zelluläre Atmungskette

„Die ATP-Produktion erfolgt in den Mitochondrien, den Kraftwerden der Zellen: „Sie nutzen die Energie aus der Oxidation von Nahrungsmolekülen wie Zuckern, um Adenosintriphosphat (ATP) zu produzieren. ATP ist der grundlegende chemische Kraftstoff, der die meisten Zellaktivitäten antreibt.“21

„Diese Energieproduktion wird durch elektromagnetische Felder massiv gestört. Ratten wurden mit der Frequenz von 591 MHz und Intensitäten von 1 mW/cm2 bis etwa 14 mW/cm2 bis zu 5 Minuten Dauer kontinuierlicher Strahlung ausgesetzt. Die Energiebereitstellung verminderte sich. Sanders weist einen direkten Wirkungsmechanismus nach, der die Funktion der mitochondrialen Elektronentransportkette (Atmungskette) hemmt. Das ist ein gravierender Vorgang. Blank (1998) und Ammari (2008) geben weitere Hinweise, wie EMF die mitochondriale Atmungskette beeinflusst.“

„Ammari (2008) gelang die Entdeckung, dass EMF die Cytochrom-C-Oxidase hemmen: „Im Vergleich zur schein-exponierten Gruppe und Kontrollgruppe zeigten die Ratten, die einem GSM-Signal von 6 W/kg ausgesetzt waren, eine verminderte Cytrochrom-C-Oxidase-Aktivität...Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Mikrowellenstrahlung mit einem GSM-Signal von 900 MHz den Hirnstoffwechsel und die neuronale Aktivität bei Ratten beeinflussen kann“. Kommt es zu einer Blockierung am Komplex IV der Atmungskette (dort wo Cytrochrom-C oxidiert und Sauerstoff zu Wasser reduziert wird), so bricht der ganze Energiegewinnungsmechanismus zusammen.“22 (Anm.: in den Fußnoten der Broschüre befinden sich die genauen, umfangreichen wissenschaftlichen Quellen)

4. Die Verklumpung der roten Blutkörperchen

„Eine dreiminütige Exposition durch Mobilfunkwellen, wie sie beim Handy- und DECT-Telefonieren oder nahe an Mobilfunk-Basisstationen auftreten, reicht, um das Blutbild zu verändern. Die roten Blutkörperchen kleben danach wie magnetisch angezogen zusammen, wie in einem Geldrollenpaket. Dadurch sind sie in ihrer Funktion eingeschränkt und der Sauerstofftransport ist vermindert. Wenn solche Blutkörperchen-Zusammenballungen in feine Gefäßverästelungen geraten, kann das Probleme geben bis zur Verstopfung, zum Infarkt oder zur Thrombose. Wir beobachten in unserem Praxisalltag zunehmend, dass Patienten durch die Handy- und Schnurlosnutzung Symptome zeigen.“23

Zwei Abiturienten eines Baden-Württembergischen Gymnasiums widmeten sich 2 Jahre lang im Rahmen von `Jugend forscht ́ einer wissenschaftlichen Arbeit, die 2005 regional den 1. Preis für Biologie in Freiburg erhielt und landesweit den Umweltpreis in Stuttgart. Sie belegten, dass 20 Sekunden Handytelefonat ausreichte, um die roten Blutkörperchen zum Verklumpen zu bringen.24

Anmerkung zu einer der möglichen Konsequenzen, nämlich Schlaganfälle:

Im Deutschen Ärzteblatt 48 erschien am 3. Dezember 2010 der Artikel „Zerebrale Angiopathien als Ursache von ischämischen Schlaganfällen im Kindesalter“.25 Der Artikel berichtete über die Zunahme von Schlaganfällen bei Kindern und Jugendlichen. Das wundert mobilfunkkritische Ärzte nicht. Der Leserbrief an das Deutsche Ärzteblatt, verfasst von einer Gruppe mit diesem Thema vertrauter Ärzte, die darauf hinwies, dass die erhebliche Zunahme der Schlaganfälle und deren Auftreten in immer jüngerem Lebensalter bemerkenswerter Weise zeitlich zusammenfällt mit dem flächendeckenden Ausbau der Mobilfunktechnologie und deren massenhafter Anwendung (Handy, W-LAN, UMTS, Bluetooth, Babyphone, DECT-Telefone usw.) war dort unerwünscht und wurde nicht abgedruckt...


5. Stressreaktionen des Körpers aufgrund von Mobilfunkstrahlung

Der Journalist, Baubiologie-Experte und Sachverständige für Öko-Test, Wolfgang Maes, nennt sein Buch ganz passend: „Stress durch Strom und Strahlung“. Unter dem Kapitel „Stress durch elektromagnetische Funkwellen (Hochfrequenz)“ (die heutigen Mobilfunktechnologien: Rundfunk- und Fernsehen, Radar, Handys und ihre Funkmasten, schnurlose Telefone, WLAN usw.) führt er auf mehr als 300 Seiten den Stand des Wissens bis Ende 2004 zum Thema Mobilfunk und Erfahrungen aus der baubiologischen Praxis (auch Öko-Test-Ergebnisse) mit zahlreichen Fallbeispielen auf. Alarmierend!

Das Ecolog-Institut war vor mehr als 10 Jahren im Auftrag der TELEKOM tätig. Aufgabe war, eine umfangreiche Risikobewertung weltweiter Forschungsergebnisse vorzunehmen. Ergebnis: „Beeinträchtigungen des Immunsystems sind vielfach nachgewiesen. Es ist nicht auszuschließen, dass Mobilfunkfelder krebsfördernde Wirkung haben, also dass Krebs sich im Einfluss der Felder schneller entwickelt und fataler verläuft als normalerweise. Es wurde nachgewiesen, dass vermehrt Stresshormone ausgeschüttet werden mit allen Konsequenzen, die das haben kann. Es gibt Störungen vieler Zellfunktionen, das besonders bedenklich stimmt. Die Auswirkung, die das alles auf den Organismus hat, können wir noch gar nicht abschätzen.26

Die EU-weite sogenannte REFLEX-Studie, durchgeführt in 7 EU-Staaten an 12 verschiedenen Forschungseinrichtungen wies die Gentoxizität nach und sorgte damit für großes Aufsehen. Dieser Studie entstammt das folgende Zitat zum Thema Stress: „Nach ersten Ergebnissen wissen wir sicher, dass es unter Hochfrequenzfeldern zu Schäden an der DNA kommt und Stressproteine produziert werden.“ (Prof. Dr. Kolb, Leiter des Institutes für Biophysik an der Uni Hannover, beteiligt am EU-Projekt ‚REFLEX’, März 2003)27

Prof. Dr. Karl Hecht, ehemaliger Leiter des Pathologischen Institutes der Berliner Charité und ehemaliger Direktor des Institutes für Stressforschung wurde 1996 vom Bundesinstitut für Telekommunikation (heute Bundesnetzagentur) damit beauftragt, die umfangreiche russischsprachige Fachliteratur der Jahre 1960 bis 1996 zur Thematik Biologische Wirkungen elektromagnetischer Felder im Frequenzbereich 0-3 GHz auf den Menschen auszuwerten. In der ehemaligen UdSSR gibt es zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und umfangreiche Aufzeichnungen über die Entwicklung der Gesundheit von Menschen, die beruflich im Einfluss von elektromagnetischen Feldern standen. Jedes Jahr mussten sich diese einer genauen Gesundheitskontrolle unterziehen. Auch gab es Langzeituntersuchungen seit der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg an exponierten Personen. Prof. Hecht wertete mit seinem Team die Unterlagen aus und teilte die Gesundheitsstörungen in drei Phasen auf. Nach einer Expositionszeit von mehr als 5 Jahren konnte bei vielen Menschen ein Erschöpfungssyndrom festgestellt werden. Das moderne Wort, heute in aller Munde: Burnout28 Die alarmierenden Ergebnisse dieser Studie wurden von der Bundesregierung nie veröffentlicht. Der Ausbau der Mobilfunknetze war in vollem Gang... Anfang April 2012 wurde diese Studie im Rahmen der wissenschaftlichen Broschürenreihe der „Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V.“ als Heft Nr. 6 veröffentlicht.29

In der Fachzeitschrift „Umwelt, Medizin, Gesundheit“ wurde im Januar 2011 das Ergebnis der sogen. „Rimbach-Studie“ veröffentlicht.30 Die Umwelt- und Verbraucherorganisation zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung „Diagnose Funk“ >www.diagnose-funk.org interviewte im Frühsommer 2011 einen der leitenden Ärzte im Rahmen ihrer Info-Reihe „Kompakt“. 31 Das Ergebnis dieser Studie spielt eine große Rolle bei der Betrachtung der Gründe für die gegenwärtige „Massenepidemie“ Burnout Bei der Rimbach-Studie handelt es sich um eine Langzeituntersuchung an 60 Personen über einen Zeitraum von 1,5 Jahren nach Installation eines Mobilfunksenders in Rimbach (Bayern). Ergebnis der Studie: Signifikante Verringerung von Serotonin und signifikantes Ansteigen der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Die Autoren betonen, dass es sich hier um nichtbeeinflussbare Parameter handelt. Je nach Konstitution und Vorbelastung ist nach einer gewissen Zeit unter dieser Dauerstress-Situation durch Mobilfunk das biologische System des Menschen erschöpft, ausgebrannt...

 

Kempten, den 19. April 2012

Anke Kern

(Diplom-Betriebswirtin (FH); Lehrerin für Qigong, Meditation und Pflege des Lebens, > Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

„Beeinträchtigungen des Immunsystems sind vielfach nachgewiesen. Es ist nicht auszuschließen, dass Mobilfunkfelder krebsfördernde Wirkung haben, also dass Krebs sich im Einfluss der Felder schneller entwickelt und fataler verläuft als normalerweise. Es wurde nachgewiesen, dass vermehrt Stresshormone ausgeschüttet werden mit allen Konsequenzen, die das haben kann. Es gibt Störungen vieler Zellfunktionen, das besonders bedenklich stimmt. Die Auswirkung, die das alles auf den Organismus hat, können wir noch gar nicht abschätzen.“

Ecolog-Institut, Dr. H.P. Neitzke,

umfangreichste Risikobewertung weltweiter Forschungsergebnisse im Telekom-Auftrag, ARD-Fernsehsendung „Plusminus“ (Mai 2001)


Ergänzung: Mittlerweile kann man es „abschätzen“ und trotzdem wird die Bevölkerung nicht informiert und es gibt keine Vorsorge-Politik. 

 

1 Scheiner, Dr. med. Hans-Christoph u. Ana (2006): Mobilfunk – die verkaufte Gesundheit; Michaels Verlag; S. 85.
2 Schliephake, PD Dr. E. (1932): Dt. med. Wochenschrift, 5. August 1932, S. 1235 ff.; zitiert in: Reiter, R. Meteorobiologie und Elektrizität der Atmosphäre, Akademische Verlagsgesellschaft Geest & Portig K.-G., 1960.
3 Hecht, Prof. Dr. med. Karl (2009): Warum Grenzwerte schädigen, nicht schützen – aber aufrechterhalten werden. Beweise eines wissenschaftlichen Skandals; Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks; Eine Schriftenreihe der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V., Heft 4, S. 15
4 Hingst, Wolfgang (1999): Handy-Fieber; Promedia, S. 122 ff.
5 Frentzel-Beyme, Prof. Dr. med. Rainer (2007): Generation Handy...grenzenlos im Netz verführt; Hrsg. Heike-Solweig Bleuel, Röhrig Universitätsverlag, S. 38 ff.
6 Santini, R. u.a. (2002): Study of the health of people living in the vicinity of mobile phone base stations; In: Pathol. Biol Vol. 50, S. 369-73.
7 Gautier, Dr. R.; Le Ruz, Dr. P.; Oberhausen, Prof. D., Santini, Dr. R. (2004): Votre GSM, Votre Sante, On vous ment!“; Collection Resurgence, Médicine & Environnement; http://www.mobilfunkstudien.org/studien-chronologisch/2003/santini-r-santini-p-le-ruz-p-danze-jm-seigne-m.php
8 Frentzel-Beyme, Prof. Dr. med. Rainer (2007): Generation Handy...grenzenlos im Netz verführt; Hrsg. Heike-Solweig Bleuel, Röhrig Universitätsverlag, S. 37 f.

9 http://www.aerzteblatt.de/archiv/59105/Studie-Handystrahlung-verursacht-Schlafstoerungen
10 www.mobilfunkstudien.org/assets/umg_eger-jahn_selbitz-studie.pdf 11 Scheiner, Dr . med. H.-C. u. A. (2006): Mobilfunk, die verkaufte Gesundheit; Michaels Verlag; S. 132 ff.

12 Hingst, Wolfgang (1999): Handy-Fieber; Promedia, S. 110 f.
13 s..o., S. 111
14 Scheiner, Dr. med. H.-C. u. A. (2006): Mobilfunk, die verkaufte Gesundheit; Michaels Verlag; S. 125 ff.
15 z.B. Burch, J. B. u.a. (2002): Melatonin metabolite excretion among cellular telephone users. In: Int. J. Radiat. Biolg. Vol. 78 (11), S. 1029-1036
16 Scheiner, Dr. med. H.-C. u. A.(2006): Mobilfunk, die verkaufte Gesundheit; Michaels Verlag; S.140 f.
17 Scheiner, Dr. med. H.-C. u. A. (2006): Mobilfunk, die verkaufte Gesundheit; Michael Verlag; S. 142 ff.
18 Scheiner, Dr. med. H.-C. u. A. (2006): Mobilfunk, die verkaufte Gesundheit; Michael Verlag; S. 143
19 www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/407_mag1.html Strodl, Ewald (2011) in: Fachzeitschrift “Naturheilpraxis”; Ausg. 7/2011, S. 819 ff.
20 Strodl, Ewald (2010) in: Fachzeitschrift „Der Heilpraktiker & Volksheilkunde“; Ausg. Oktober 2010; S. 14 ff.
21 www.der-mast-muss-weg.de/pdf/Broschueren/Flyer_Zellbroschuere.pdf S. 34
22 www.der-mast-muss-weg.de/pdf/Broschueren/Flyer_Zellbroschuere.pdf S. 35
23 Petersohn, Dr. med. Hans-Joachim, Resümee seiner Blutuntersuchungen mit dem Dunkelfeldmikroskop; Focus-TV 25. Mai 1997
24 www.maes.de/7%20HANDYS/maes.de%20HANDY%20GELDROLLEN.PDF 25 Deutsches Ärzteblatt 48, 3.12.2010. S. 851 ff.
26 Ecolog-Institut, Dr. H.P. Neitzke, umfangreichste Risikobewertung weltweiter Forschungsergebnisse im Telekom- Auftrag; ARD-Fernsehsendung „Plusminus“, Mai 2001; www.maes.de/7 HANDYS/maes.de ZITATE HANDY.PDF, S. 19.
27 www.diagnose-funk.org/aktuell/zitate/zitate-zu-gesundheit/index.php 28 Hecht, Prof. Dr. med. Karl (2009): Warum Grenzwerte schädigen, nicht schützen – aber aufrechterhalten werden. Beweise eines wissenschaftlichen Skandals; Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks; Eine Schriftenreihe der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V., Heft 4, S. 16 f.
29 http://competence-initiative.net/KIT/wp-content/uploads/2014/09/ki_heft-6_web.pdf 
30 www.mobilfunkstudien.org/assets/umg_buchner-eger_rimbach-studie.pdf 31 
https://www.diagnose-funk.org/publikationen/diagnose-funk-publikationen/kompakt; Kompakt 6/2011, S. 9.

 



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